Willkommen in Farschweiler!

Leben im Hochwald

Geschichte

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Kaum eine Landschaft in Süd- und Westdeutschland ist so reich an keltischen Hügelgräbern wie die Waldgebiete von Eifel, Hunsrück und Hochwald. Sie gehören hier zu den bekanntesten Denkmälern der vorchristlichen Vergangenheit. Schon vor über 2000 Jahren lebten Menschen im vorderen Hochwald. Davon erzählen z.B. Hügelgräber, die man vor etwa 80 Jahren auf der Gemarkung "Kuhonner" entdeckte.


Hügelgräber aus der Hunsrück-Eifel-Kultur

Die Gräber wurden voraussichtlich in vorchristlicher Zeit (6. bis 2. Jahrhundert v.Chr.) von den Kelten angelegt. In den Hügelgräbern fand man Urnen, Schalen, Messer, Armreifen, Halsringe und Fibeln vor. Im Gemeindewald Farschweiler wurde 1928 ein Hügelgräberfeld entdeckt, dazu Reste eine alten Weges. 1935 wurden dann zwei Grabhügel aus einer Gruppe von etwa 40 Hügeln vom Landesmuseum Trier untersucht.


Funde aus der Römerzeit

Zur Römerzeit soll am Mühlenberg eine römische Villa gestanden haben. 1927 wurde bei Farschweiler eine Wasserleitung gefunden; Zeitstellung noch unbestimmt.


Entstehung des Ortsnamens

Im Verlauf der Jahrhunderte ist die nachstehende Entwicklung und Schreibweise des Ortes aus Akten und Urkunden zu entnehmen:

1190: Varneswilre 
1468: Fairßwyler
1784: Farsweiler

Für die eigentliche Bezeichnung des Dorfes, im ersten Teil des Ortsnamens, sind verschiedene Erklärungen möglich. In den Pfarrakten von Farschweiler befindet sich eine Notiz, die für die Herkunft der ersten Silbe des Ortsnamens einen römischen Eigennamen "Farsius" oder "Farno" für möglich hält. Da sich auf Farschweiler Bann nach Ausgrabungen des Landesmuseums eine römische "villa" befand, ein Landgut, besteht hierfür eine Wahrscheinlichkeit.

Der "weiler"-Teil des Ortsnamens ist sprachgeschichtlich aufgeklärt. Er ist germanischen Ursprungs, hat sich im Latein in "villaris" niedergeschlagen und bedeutet "Siedlung, Dorf".

Quelle: Farschweiler – Quellen und Dokumente zur Dorfgeschichte, Hans-G. Spillner, Heimat- und Verkehrsverein Farschweiler